TU BRAUNSCHWEIG
| Carl Friedrich Gauß Faculty | Department of Computer Science
Informatikzentrum

Abrechnung Digitaler Produkte durch Einpacken von IP-Datenströmen in verbindliche Kostenumschläge

Student(anonymous, Login required)
SupervisorDr. Martin Gutbrod
ProfessorProf. Dr. Stefan Fischer
IBR GroupVS (Prof. Fischer)
TypeDiploma Thesis
Statusfinished

In Analogie zur gelben Post ist das Internet heutzutage ein Postamt ohne Briefmarken und ohne Möglichkeit zur Bezahlung per Nachnahme.
In Analogie zum Supermarkt besteht heute im Internet nicht die Möglichkeit, sich Produkt aus dem Regal zu nehmen, um sie an der Kasse per Scanner aufzusummieren und zu bezahlen, sondern man würde quasi beim Herausnehmen aus dem Regal seine Visitenkarte in das Regal an die Stelle des Produkts legen. Um die Kosten für den Kunden zu bestimmen, liefe dann der Finanzbuchhalter durch die Reihen, wobei er zu jeder Vistenkarte das Produkt und die Kosten vermerkt, daraus eine Rechnung erstellt und dem Kunden dann zur Bezahlung vorlegt. Diese Verfahren erinnern also mehr an einen Tante-Emma-Laden, als an moderne Shopping-Verfahren. Großer Nachteil ist das aufwendige Einsammmeln der Visitenkarten aus den Produktfächern, die mangelnde Garantie, dass man auch tatsächlich damit das Geschäft verlassen hat ("Eigentümer-/Gefahrenübergang"), mangelnde Anonymität bzw. Problem mit der Zuordenbarkeit ("Authenzität der Visitenkarte"), mangelnde Transparenz und Kontrolle beim Kunden (kein "Lieferschein") und nicht zu unterschätzen die vielen Prozesse (Aufwand, Fehleranfälligkeit) beim Einsammlen.

Hier besteht nun die Idee, "Digitale Produkte" am Ort ihrer Auslieferungsquelle in Kostenpakete einzupacken ("Kostenumschlag", "Preisschild") und so Daten zusammen mit den Kosten ihres Inhalts auf die Reise durch das Internet zu schicken. Dabei könnten sowohl beim Absender, als auch beim Empfänger oder dazwischen Scanner aufgestellt werden, die die Kosten der Inhalte (nicht der Übertragung) erfassen. Evtl. werden dadurch neue Routingverfahren notwendig, wie "Highest-Costs-First" oder "Biggest-Price-Behaviour", was jedoch nicht Thema dieser Arbeit sein soll.

Die Arbeit soll im wesentlichen zwei Bereiche untersuchen: Zum einen sollen Anforderungen an Sicherheit und Funktion herausgearbeitet werden, die in einem solchen Konzept notwendig werden, zum anderen soll konkret untersucht werden, inwieweit IPsec als Basis für eine Realisierung verwendet werden kann und welche Erweiterungen dabei notwendig wären. Hierfür kann ein Patchen einer IPsec-Implementierung notwendig werden.

  • Weiterer Einführungstext
  • Unbewertete Links im Themenbereich
  • Folien:IPSEC
  • IPv6/IPsec - Eine Übersicht
  • NetBill Security and Transaction Protocol
  • Towards a Generalized Payment Model for Internet Services
  • PayWord and MicroMint: Two simple micropayment schemes
  • Micropayments Revisited

  • last changed 2005-11-15, 17:57 by Dr. Martin Gutbrod
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