TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Mobilitätsverwaltung für heterogene Kommunikationsumgebungen

Betreuer Dr. Sven Lahde
Professor Prof. Dr.-Ing. Lars Wolf
Projekt muxer
IBR Gruppe CM (Prof. Wolf)
Art Masterarbeit, Diplomarbeit
Status vorläufig
Beginn sofort

Die Leistungsfähigkeit mobiler Geräte ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Gleichzeitig stieg auch die Anzahl der in solchen Geräten integrierten Kommunikationsschnittstellen. Heutige Notebooks, PDAs oder Mobiltelefone verfügen über WLAN, GSM/UMTS und Bluetooth Schnittstellen für die drahtlose Kommunikation. Der Trend geht sogar in die Richtung, dass sich die Anzahl der verschiedenartigen Kommunikationssysteme zukünftig noch weiter erhöhen wird. Allerdings haben alle diese Kommunikationssysteme ganz unterschiedliche Eigenschaften z.B. hinsichtlich Bandbreite, Verzögerung, örtlicher Verfügbarkeit oder auch Kosten. Derzeit sind die mobilen Geräte weder in der Lage dynamisch für eine Anwendung den derzeit „besten“ Übertragungsweg auszuwählen, noch mehrere heterogene Übertragungswege zu bündeln, damit die vorhandenen Kommunikationsmöglichkeiten besser ausgenutzt werden können. Ein möglicher Ansatz zur Lösung dieses Problems ist die Verwendung eines modifizierten Transportprotokolls auf der Basis von Mobile SCTP, das ein dynamisches Wechseln der Übertragungswege ermöglicht. Wie aber kann ein Kommunikationspartner einen mobilen Knoten erreichen, der über mehrere Übertragungswege mit dem Netz verbunden ist und wie erfährt er welchen der verfügbaren Wege er wählen soll?


Aufgabe


Im Rahmen dieser Diplomarbeit soll ein Konzept für die Mobilitätsverwaltung von Teilnehmern entwickelt werden, die über mehrere heterogene Übertragungswege an das Internet angebunden sind. Neben der Tatsache, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt einen solchen Teilnehmer zu erreichen, müssen auch die Charakteristika der einzelnen Wege berücksichtigt werden. Darüber hinaus sollen auch Aspekte zum Schutz der Privatsphäre eines mobilen Benutzers Beachtung finden. Hierzu gehört, dass er beispielsweise festlegen kann, welche Informationen oder Übertragungswege ein potentieller Kommunikationspartner in Erfahrung bringen kann.
Dazu sollen in einem ersten Schritt gängige Ansätze zur Verwaltung von Teilnehmermobilität (wie z.B. MobileIP(v6), SIP, Reliable Server Pooling, DNS, …) verglichen und auf ihre Eignung für das vorliegende Szenario hin untersucht werden. Auf dieser Basis ist ein Ansatz auszuwählen und prototypisch um die Unterstützung von Teilnehmern mit mehrfacher Netzanbindung zu erweitern. Abschließend soll der Prototyp ausführlich evaluiert werden.

Voraussetzungen


Voraussetzungen für diese Arbeit sind Kenntnisse im Bereich Netzwerke und Mobilkommunikation sowie das Interesse sich in ein spannendes Thema einzuarbeiten. Erfahrungen im Umgang mit Linux sind wünschenswert. Außerdem wird ein engagiertes und selbständiges Arbeiten erwartet.

Links


aktualisiert am 15.04.2009, 13:17 von Dr. Sven Lahde
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