TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Implementierung und Evaluierung eines SOAP/BEEP Mappings

Bearbeiter(anonym, Login erforderlich)
Betreuer<>
ProfessorProf. Dr. Stefan Fischer
IBR GruppeVS (Prof. Fischer)
ArtStudienarbeit
Statusabgeschlossen
BeginnNovember 2002

Ein grundlegender Bedarf verteilter Systeme ist die Kommunikation der beteiligten Systemkomponenten nach wohldefinierten Protokollen. Dies kann dem einfachen Austausch von asynchronen Nachrichten oder auch dem Aufruf entfernter Operationen nach einem "Remote Procedure Call" (RPC) Paradigma dienen. Middleware-Lösungen mit verschiedenen Schwerpunkten gibt es bereits seit geraumer Zeit (z.B. ONC RPC, CORBA, Java RMI). Eine neue Technologie, der zunehmende Bedeutung beigemessen wird, sind sog. "Web Services". Der grundlegende Unterschied zu bisherigen Technologien ist die durchgängige Verwendung von XML im Protokoll, in Schnittstellen-Beschreibungen, in Registry-Beschreibungen, etc. Das Web Services Protokoll, das den Segen des W3C erhalten hat und nun in einer W3C Arbeitsgruppe weiter entwickelt wird, ist SOAP (Simple Object Access Protocol). SOAP ist ein offener Standard, der bereits in zahlreichen kommerziellen und öffentlichen Projekten implementiert wurde. Obwohl SOAP nicht auf ein bestimmtes Transport-Protokoll beschränkt ist, wird bislang HTTP als wichtigstes Protokoll angesehen, um SOAP-basierte Web Services bereitzustellen und zu nutzen.

Aus der Beobachtung heraus, dass in zunehmendem Maße für neue Applikationen neue Protokolle entwickelt werden und dabei häufig dieselben Probleme wieder und wieder auftreten, wurde BEEP (Blocks Extensible Exchange Protocol) geboren. BEEP [] ist ein "grundlegender Baukasten" für verbindungsorientierte Applikationsprotokolle. Aspekte wie die unabhängige Flusskontrolle mehrerer Kanäle innerhalb einer Verbindung, Authentisierung der Kommunikationspartner, Kompression, Verschlüsselung und weitere zukünftige Protokolleigenschaften können durch "BEEP Profiles" kombiniert werden. Durch die Verwendung von BEEP kann man sich beim Entwurf und bei der Implementierung von Applikationsprotokollen weitestgehend auf die eigentliche Applikation konzentrieren. BEEP ist ebenfalls nicht an ein bestimmtes Transportprotokoll gebunden, der einzige bislang definierte Transport basiert auf TCP/IP [].

Im Rahmen dieser Studienarbeit soll ein SOAP Transport über BEEP, wie er jüngst spezifiziert wurde [], implementiert werden. Als SOAP Implementierung soll voraussichtlich gSOAP dienen. Die zu verwendende BEEP Implementierung soll voraussichtlich beepcore-c sein. Die entstandende SOAP/BEEP Lösung soll mit einem typischen SOAP/HTTP Szenario anhand von Messungen verglichen werden.

Zur Bearbeitung dieser Studienarbeit sind Erfahrungen in der C-Programmierung sehr hilfreich.

  1. M. Rose: The Blocks Extensible Exchange Protocol Core, Invisible Worlds, RFC 3080, März 2001 (RFC3080, BibTeX)
  2. M. Rose: Mapping the BEEP Core onto TCP, Invisible Worlds, RFC 3081, März 2001 (RFC3081, BibTeX)
  3. E. O'Tuathail and M. Rose: Using the Simple Object Access Protocol (SOAP) in Blocks Extensible Exchange Protocol (BEEP), Clipcode.com, Invisible Worlds, RFC 3288, Juni 2002 (RFC3288, BibTeX)


aktualisiert am 07.11.2003, 14:38 von Frank Steinberg
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