TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Funktionalitätsanalyse in drahtlose Sensornetzwerke

BetreuerDawud Gordon
ProfessorProf. Dr.-Ing. Michael Beigl
IBR GruppeDUS (Prof. Beigl)
ArtBachelorarbeit, Studienarbeit
Statusabgeschlossen

Motivation

Heutzutage ist die Konstruktion von drahtlosen Sensornetzen ein aufwändiger Prozess. Dieser besteht zum einen aus der Komposition von teilweise sehr hochpreisigen Hardwarekomponenten und zum anderen aus der Entwicklung benötigter Software. Dies macht die Entwicklung der Produkte und die entstandenen Produkte selbst teuer bezüglich Kosten und Zeit

Heute existierende drahtlose Sensornetze dienen häufig als Lösungen für komplexere Probleme. Man nimmt eine auf dem Markt erhältliche Sensornetzlösung und passt deren Architektur und Software auf einen spezifischen Anwendungsfall an. Es müssen mehrere Systemkomponenten in Software entwickelt werden: eine Sensorknotenanwendung, eine Bridge-Anwendung, die das Sensornetz mit einem herkömmlichen Netzwerk verbindet und normalerweise eine Verbindung zu Benutzeranwendungen bereitstellt, und die Benutzeranwendungen selbst. Die entsprechenden Hardwarekomponenten werden häufig als Module verkauft und werden von verschiedenen Händlern angeboten. Zusammen stellen die Hardwarekomponenten und die Softwareanwendungen mächtige Applikationen dar, die sich für komplexere Anwendungsfälle eignen.

Der Ansatz, den wir verfolgen möchten, geht in eine entgegengesetzte Richtung: Unser Ziel ist es, die Entwicklungs- und Einrichtungszeiten zu minimieren, um die schnelle Entwicklung und Implementierung von kleinen drahtlosen Sensornetzen zu ermöglichen. Dies werden wir erreichen indem wir eine integrierte Lösung erstellen, die eine maximale Menge an Funktionalität im Vorfeld implementiert. Dies ermöglicht einem Benutzer eine leichte Anpassung der Anwendung, indem er oder sie die benötigte Funktionalität aus der verfügbaren Menge der Funktionalität auswählt, ohne dass die benötigte Funktionalität per hand implementiert werden muss. Entwickler sind somit nicht gezwungen sich mit der Hardware des Systems auseinanderzusetzen, sowie mit dem Code der darauf läuft, sondern er oder sie muss nur die mitgelieferte Anwendung anpassen.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist unsere zentrale Vorraussetzung, dass sämtliche eingesetzbaren Funktionalitäten bekannt sind, um den erwähnten Pool an Funktionalitäten bieten zu können, aus welchem Entwickler lediglich die benötigten Teile wählen müssen. Da dies aktuell nicht der Fall ist, muss die Zielgruppe unserer Produkte untersucht werden.

Aufgabe

Um Aussagen über die Unterstützung von verschiedenen Anwendungsfällen treffen zu können, müssen wir die Bedürfnisse von Benutzern untersuchen. Die Aufgabenstellung dieser Arbeit lautet daher wie folgt:

  • Es gilt ein Klassifizierungssystem für drahtlose Sensornetzimplementierung zu entwerfen, welches das Spektrum der Funktionalitäten dieser Implementierungen betrachtet. Das System sollte die Anwendungen in Funktionalitätsklassen einteilen und dabei die Wichtigkeit der einzelnen Funktionen für die Gesamtanwendung betrachten.
  • Weiterhin ist eine Untersuchung durchzuführen, die mehrere Implementierungen analysiert und anschließend anhand dieses Klassifizierungssystems bewertet.
  • Auf Basis der Ergebnisse der Untersuchung soll eine Auswertung dieser Ergebnisse durchgeführt werden, um die Ergebnisse auf verschiedene Parameter zu untersuchen.
Die Ergebnisse der Auswertung können dann benutzt werden um Aussagen über die Unterstützung von den verschiedenen Szenarien zu machen, basierend auf die Unterstützung der einzelnen Funktionen jedes Szenarios.

Vorraussetzungen

Die Ergebnisse der Auswertung können im Anschluss dazu genutzt werden Aussagen über die Unterstützung von verschiedenen Szenarien zu machen, basierend auf der Unterstützung der einzelnen Funktionalitäten eines Szenarios.

Betreuung

Diese Arbeit wird von Dawud Gordon und Haowei Wang zusammen betreut. Bei Interesse bitte melden Sie sich bei Dawud Gordon.


aktualisiert am 29.01.2010, 10:32 von Dawud Gordon
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