TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Entwicklungswerkzeuge für Web-Services

Bearbeiter(anonym, Login erforderlich)
BetreuerPD Dr. Christian Werner
ProfessorProf. Dr. Stefan Fischer
IBR GruppeVS (Prof. Fischer)
ArtStudienarbeit
Statusabgeschlossen

Ein außerordentlich wichtiger Aspekt bei der Realisierung von Software ist der Entwurf geeigneter Schnittstellen für den Datenaustausch mit peripheren Systemen - etwa dem Benutzer, Massenspeichern oder anderen Programmen. Seit den Anfängen der Rechentechnik wurden in diesem Bereich immer wieder neue Konzepte erarbeitet und ständig weiterentwickelt.

Ein sehr moderner Ansatz für die Kommunikation zwischen mehreren Web-Anwendungen verbirgt sich hinter dem Begriff "Web-Service": Unter einem Web-Service versteht man eine Applikation, die über standardisierte Technologien - insbesondere SOAP, XML und UDDI - mit ihrer Umwelt kommuniziert. Diese Standardisierung ermöglicht es einem Web-Service, unabhängig von seiner Betriebssystemumgebung und der Programmiersprache, in der er implementiert wurde, Nachrichten mit anderen Systemen auszutauschen. Als Kommunikationsmodell kommt hierbei häufig RPC zum Einsatz.

Ein wesentlicher Aspekt von Web-Services ist die Möglichkeit, verschiedene Web-Applikationen auf dieser gemeinsamen technologischen Basis miteinander zu verknüpfen. Bieten beispielsweise mehrere Bibliotheken jeweils einen Web-Service für Literaturrecherchen an, so ist es aufgrund der einheitlichen Kommunikationsschnittstellen vergleichsweise einfach, einen Metasuchdienst über diese Bibliotheksbestände zu realisieren. Falls auch dieser Metasuchdienst als Web-Service implementiert wurde, könnte ihn eine weitere Applikation wiederum mit den Web-Services verschiedener Online-Buchhändler verknüpfen, um so Studierenden die Literaturbeschaffung zu vereinfachen.

Obwohl Web-Services offensichtlich über ein beachtliches Potential verfügen, wird diese Technologie bis heute nur vereinzelt eingesetzt. Ein Grund dafür liegt möglicherweise in der Komplexität und der Vielzahl der zugrundeliegenden Protokolle und Formate. Diese Komplexität sollte daher von geeigneten Softwareentwicklungswerkzeugen möglichst gut gekapselt werden. Nur so lassen sich Zeitaufwand und Kosten für die Softwareentwicklung in engen Grenzen halten.

Ziel dieser Studienarbeit ist es, die spezifischen Vor- und Nachteile verschiedener, marktüblicher Web-Service-Entwicklungsumgebungen herauszuarbeiten. Im Rahmen dieser Arbeit soll der Studierende zwei bis drei einfache Testszenarien entwerfen und die daraus resultierenden Entwicklungsaufgaben mit Hilfe der zu bewertenden Entwicklungswerkzeuge lösen. Möglicherweise kann diese Arbeit dabei an bereits laufende Studienarbeiten anknüpfen (, ). Abschließend sind die jeweiligen Entwicklungs-Workflows anhand geeigneter, zuvor selbständig erarbeiteter Kriterien miteinander zu vergleichen und zu bewerten. Falls sich in Abhängigkeit vom verwendeten Entwicklungswerkzeug auch signifikante Unterschiede im Laufzeitverhalten der implementierten Web-Service-Komponenten feststellen lassen, so sollten auch diese in die Bewertung mit einfließen.

Zur Bearbeitung dieses Themas ist Programmiererfahrung in Java oder C# von Vorteil. Kenntnisse aus der Vorlesung "Web-Anwendungen mit Java und XML" sind ebenfalls hilfreich aber nicht Voraussetzung.

Ergebnisse als Vortragsfolien


aktualisiert am 23.11.2012, 11:55 von PD Dr. Christian Werner
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