TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Faculty | Computer Science
Informatikzentrum

Grenzen bei der Erkennung von Aktivitäten des täglichen Lebens aus Daten von SmartMetern

Student(anonymous, Login required)
SupervisorKlaus-Hendrik Wolf
Dr. Felix Büsching
ProfessorProf. Dr.-Ing. Lars Wolf
Projectgal
inga
IBR GroupCM (Prof. Wolf)
TypeBachelor Thesis
Statusfinished
Start2012-08-01

Einleitung

Ein Gebiet, in dem bis vor kurzem noch kaum Sensoren verwendet wurden, ist die Begutachtung des Energieverbrauchs des Haushalts eines Patienten. Hier eröffnen sich neue Möglichkeiten des Ermittelns von gesundheitlich relevanten Daten. Es ist möglich aus dem Energieverbrauch eines Haushalts auf die Tätigkeitkeiten der Bewohner zu schließen. Mit diesen Informationen könnte man Ärzten und anderen Gesundheitsdienstleistern bei Diagnosen und beim Umgang mit der Person helfen. Bisher gibt es allerdings nur Studien und eine Hand voll Projekte, die versuchen Sensoren zur kontinuierlichen Beobachtung des Energieverbrauchs im Home Monitoring zu verwenden.

Das Vehikel, dass hier genutzt wird ist eine relativ neue Entwicklung, ein sogenanntes SmartMeter. Diese Geräte sind in der Lage die elektrische Energie, die sie durch fließt, in definierten Zeitabständen zu quantifizieren, zu speichern und auszugeben. Seit Januar 2010 werden sie vor allem in Neubauten und nach Grundsanierungen verbaut. Obwohl zur Technologiereife, der Gesetzgebung und zu vielen Fragen in Themen wie sozialer Gerechtigkeit und dem Schutz der Privatsphäre noch Antworten ausstehen und Regelungsbedarf besteht, sind sie im Zusammenhang mit Home Monitoring außerordentlich interessant. Mithilfe dieser SmartMeter ist man nun in der Lage den Stromverbrauch eines Haushalts in sehr kleinen Intervallen zu ermitteln. Anhand der Daten wird versucht Informationen zu gewinnen, die den Arzt in seiner Tätigkeit unterstützen können.

Heute gibt es bereits mehrere verschiedene Hersteller von SmartMetern, die Marktreife erlangt haben, allerdings unterscheiden sich die Geräte untereinander stark in Preis und somit vermutlich auch in der Qualität. Die Schwierigkeit für den sinnvollen Einsatz als Komponente des Home Monitorings ist die Entscheidung, ob ein Gerät genau genug und zuverlässig genug misst, um die gewünschten Informationen über den Zustand des Patienten zu ermitteln.

Aufgabenstellung

Ziel dieser Arbeit ist es zu erörtern, wie gut Energieverbrauchsdaten eines Haushalts Möglichkeiten und Chancen für die Verbesserung des Alltags alter Menschen bieten und wie sie Gesundheitsdienstleistern und damit auch dem Gesundheitswesen nutzen können. Dabei soll ein das Hauptaugenmerk darauf gelegt werden festzustellen, was ein SmartMeter leisten kann und was nicht. Vor allem im Hinblick auf Aspekte wie den Grad der Verwendbarkeit der ausgelesenen Daten, welche Aktivitäten sich daraus rekonstruieren lassen und welche Einschnitte in die Privatsphäre dadurch entstehen. In dieser Arbeit soll erforscht werden wo die Grenzen der ermittelbaren Informationen liegen, die man aus den Daten bekommt, die ein SmartMeter laufend erzeugt.


last changed 2013-03-20, 19:18 by Dr. Felix Büsching
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