Collaborative Media Streaming
Einleitung
Collaborative Media Streaming bezeichnet die Teilnahme
mehrerer Clients an einer Streaming-Sitzung.
Dabei werden Benutzer zu einer solchen Sitzung
eingeladen oder sie klinken sich selbst
in einen Strom eines anderen
Benutzers ein.
Des Weiteren können
Teilnehmer flexibel in dem anzusehenden Film springen oder sich
mit anderen Teilnehmern synchronisieren.
Anwendungen
dieser Art können sowohl in Heimnetzen als auch in mobilen
Umgebungen von Interesse sein.
Anforderungen an eine Architektur zur Unterstützung von
Collaborative Media Streaming sind die Unterstützung von
Signalisierungsbeziehungen jedes einzelnen Benutzers sowie
Synchronisation von Benutzern untereinander.
Existierende Streaming-Umgebungen
genügen diesen Anforderungen nicht, da sie bisher den Aspekt
der flexiblen Zusammenarbeit vernachlässigen.
Projektbeschreibung
In der am IBR entwickelten costream-
Architektur werden die beschriebenen Aufgaben mit Multimedia-Protokollen
der IETF
(RTSP, SIP) gelöst: Zur Vermittlung zwischen Server und Client
werden dabei Proxys benutzt.
Ein Proxy überträgt in Verbindung mit dem so genannten
"Association Service" die Position im Strom eines Clients an die
Sitzung eines anderen Clients.
Dadurch können unabhängige RTSP-Sitzungen für
die jeweiligen Clients aufgebaut sowie die Positionen im Strom
synchronisiert werden.
Die zu untersuchenden Aspekte sind dabei:
-
Synchronisation durch Berechnen der relevanten Position im Strom, dabei
soll es möglich sein, Verzögerungen mit einzubeziehen.
Ein solcher Synchronisationsdienst
für getrennte Unicast-Sessions der
Teilnehmer wird zur Zeit in einer Diplomarbeit entworfen. Für effizienteren
Datentransport kann ein
flexibler Reflektor in den Datenpfad aufgenommen werden. Ein solcher
Reflektor wird zur Zeit in einer Studienarbeit implementiert.
-
Erstellen einer benutzerfreundlichen Umgebung, in der die angebotenen
Dienste (u.a. Push-/Pull-Dienst, Synchronisation, Gruppenbildung) so
intuitiv wie möglich genutzt werden können. Um dies zu unterstützen,
wird eine Gruppenverwaltung
benötigt, welche zur Zeit in einer Diplomarbeit entworfen und implementiert
wird.
-
Auswirkungen unterschiedlicher Netzumgebungen, u.a. Heimnetze, Netze mit
mobilen Benutzern: Sowohl Lokalisierung von Benutzern und Diensten als
auch jeweils unterschiedliche Synchronisationsbedingungen müssen
einbezogen werden. Für das erstgenannte Problem wird zur Zeit ein
Discovery Service
in einer Diplomarbeit entworfen und implementiert.
-
Unterschiedliche Anforderungen von Benutzern: In der
costream-Architektur sollen Benutzer die jeweils ihnen angepasste
Qualitätsstufe wählen können. Daher ist der Bereich des
Transcoding, also die Umwandlung von Multimediadaten,
besonders interessant.
Projektmitglieder
Bei Fragen zu diesem Projekt wenden Sie sich bitte an .
Veröffentlichungen und Vorträge
Studien- und Diplomarbeiten zu diesem Projekt
Links
- Dreamplayer, eine auf JMF basierende Anwendung zur
Einladung von Benutzern zu Streaming-Sessions
(tgz program archive, 2.5 MB),
(tgz documentation archive, 60 kB)