TU BRAUNSCHWEIG
Informatikzentrum

Drucker und Fotokopierer

AuthorFrank Steinberg
KeywordsDrucker Kopierer Fotokopierer Printers CUPS
CategoriesAdministrivia, Hardware, Software

Im IBR gibt es eine Reihe von Druckern mit verschiedenen Eigenschaften und für verschiedene Benutzergruppen. Für Studenten steht im 1.OG der "opo" im Room 146 und im CIP-Pool der "ing" zur Verfügung. Das Flagschiff für die IBR Mitarbeiter ist der "opel", der im Druckerraum (Room 143) steht. Eine vollständige und aktuelle Liste kann über den CUPS-Server eingesehen werden.

Gedruckt wird in der Regel ausschließlich über einen Druck-Server, der den Benutzer authentisiert, die Authorisierung prüft, den Job spoolt und schließlich an den gewünschten Drucker weiterleitet. Dieser Druck-Server trägt den Namen cups.ibr.cs.tu-bs.de und wird über das Internet Printing Protocol (IPP, Port 631) oder indirekt über den Samba-Server für die Domäne "IBR" angesprochen.

Linux

Linux-Hosts nutzen den CUPS-Server im einfachsten Fall durch eine einzeilige Datei /etc/cups/client.conf mit dem Inhalt ServerName cups.ibr.cs.tu-bs.de. Für die zentral verwalteten Hosts ist dies der Fall. Von der Kommandozeile können die üblichen Kommandos lpr(1), etc. genutzt werden. Bei einigen Applikationen besteht das Problem, dass sie die vom Server verlangte Authentisierung (Abfrage von Username und Passwort) nicht geeignet dem Benutzer präsentieren können. Wo möglich, sollte man X11-Applikationen daher so konfigurieren, dass sie kprinter (anstatt typischerweise lpr) als Druck-Kommando verwenden. Außerdem existiert mit /usr/local/bin/lpr ein Wrapper für lpr, der ersatzweise versucht, kprinter zu benutzen. Aus acroread sollte somit wieder jeder problemlos drucken (und auch alle Drucker-Optionen nutzen) können.

Björn hat noch einige Tipps dazu gegeben:

Mein Arbeitsplatz ist ein Kubuntu 8.04 mit KDE 3.5.10. Zu dem KDE gehört auch 
KDEPrint, das eine komfortable grafische Konfigurationsoberfläche für alle 
Druckeinstellungen anbietet, inklusive Authentifizierung beim CUPS-Server -- 
optional mit gespeichertem Passwort oder Abfrage bei jedem Druckjob. KDEPrint 
fungiert dabei als Schnittstelle zwischen der Anwendung und dem CUPS-Server.

Du setzt auf den IBR-Arbeitsplatzrechnern zwar kein KDE ein (soweit ich weiß), 
aber vermutlich funktioniert es auch unabhängig von KDE. Das 
Installationspaket heißt bei mir kdeprint.

Die KDE3-Programme (z.B. kpdf) sind automatisch für KDEPrint konfiguriert. 
KDE4-Progamme (die mit den passenden Bibliotheken auch unter KDE3 laufen) 
benutzen QT-Print, da KDEPrint nach meinen Recherchen noch nicht auf KDE4 
portiert wurde. Damit geht die Authentifizierung leider nicht. Aus meinem 
Lieblings-PDF-Viewer okular kann ich daher leider nicht drucken.

Bei allen anderen Programmen muss man als Druckkommando kprinter (anstelle von 
bspw. lpr) angeben, ggf. mit der Option --stdin (siehe man kprinter). Dann 
öffnet sich der Druckdialog von KDEPrint und es wird ggf. nach Username und 
Passwort gefragt. Ein Direktdrucken ohne Druckdialog geht mit der 
Option --nodialog.

Um KDEPrint mit OpenOffice zu benutzen, bedarf es noch eines Tricks, denn wenn 
OpenOffice die CUPS-Bibliotheken auf einem System findet, kommuniziert es 
direkt mit dem CUPS-Server, beherrscht aber keine Authentifizierung 
(zumindest in meiner Version 2.4). Stattdessen muss man als root das 
Druckerkonfigurationsprogramm spadmin von OOo starten, das allerdings nicht 
im Pfad liegt, sondern im OpenOffice-Programmverzeichnis; bei mir 
/usr/lib/openoffice/program/spadmin.

Es startet ein grafischen Tool, bei dem man "Neuer Drucker ..." auswählt. 
Aufgrund der CUPS-Bibliothek ist die Auswahloption "einen Drucker anlegen" 
allerdings deaktiviert. Stattdessen wählt man "PDF-Konverter anbinden" und 
kann dann (nach Auswahl von Standardtreiber) "kprinter" als Kommandozeile 
eingeben. "PDF Zielverzeichnis" habe ich dabei leer gelassen.

Die Einstellung des neuen KDEPrinter als Standarddrucker wurde allerdings bei 
mir nicht mehr angenommen. Um auch das noch hinzukriegen, habe ich die 
Datei /etc/openoffice/psprint.conf editiert. Darin findet man einen Abschnitt 
über den eben neu eingerichteten Drucker. Für die Einrichtung als 
Standarddrucker ist die Eigenschaft DefaultPrinter auf 1 zu setzen und bei 
allen anderen Druckern auf 0.
    

Mac OS X

Auf den Mac OS X Systemen gilt grundsätzlich das gleiche wie für Linux Systeme. Die Druck-Dialoge der Applikationen sollten in aller Regel normal nutzbar sein. Es gibt jedoch Ausnahmen. So scheitert beispielsweise das Drucken aus Firefox (ohne Fehlermeldung). :-(

Windows XP

Von Windows XP Systemen können über die Domäne IBR die Drucker Shares des Samba-Servers samba genutzt werden. Der nötige Treiber wird beim Hinzufügen des Druckers vom Samba Server geliefert und automatisch installiert.

Windows Vista

Jüngste Versuche mit einem frisch installierten Windows Vista Business 32bit waren erforlgreich: Die Konfiguration der Drucker via Samba ist genauso möglich wie unter Windows XP. Sollte es dennoch Probleme geben, können wir gerne gemeinsam versuchen, die richtige Konfiguration vorzunehmen.

Folgende Information ist veraltet: Unter Windows Vista (x64) druckt man am besten über IPP, da hier Samba einige Probleme zu bereiten scheint. Dafür sind zunächst die zum Betriebssystem passenden Druckertreiber von den Webseiten des Herstellers zu laden. Die Einrichtung erfolt unter ->Systemsteuerung ->Drucker ->Drucker hinzufügen. Dort wählt man "-> Einen Netzwerk-. Drahtlos oder Bluetoothdrucker hinzufügen" und anschließend "->der gesuchte Drucker ist nicht aufgeführt". Im nächsten Fenster trägt man bei "Einen freigegebenen Drucker über den Namen auswählen", die Adresse des gewünschten Druckers ein (z.B. https://cups.ibr.cs.tu-bs.de:631/printers/opel). Im nachfolgenden Dialog ist dann der entsprechnde Druckertreiber auszuwählen.

Drucker- und Queueabfrage

Den Status von Druckern und Druckjobs kann man über einen Web-Browser unter https://cups.ibr.cs.tu-bs.de:631/ abfragen.

GITZ Drucker

Seit der Umstellung des Drucksystems im GITZ im August 2010 sind sämtliche GITZ-Drucker, inkl. xiz01 und xiz02 im G40-Pool, im CUPS des IBR eingebunden. Für die Benutzung dieser Drucker ist nun zwingend ein GITZ-Account und die Client-Software PaperCut erforderlich. Diese Software wiederum erfordert Java und ein GUI.

Sämtliche im IBR zentral verwalteten Linux- und Windows-Hosts benutzen den IBR-CUPS-Server, der die GITZ-Drucker kennt und Jobs entsprechend an die GITZ-Server weiterleitet. Allerdings akzeptieren die GITZ-Server nur eine Authentisierung durch den Host, von dem sie unmittelbar den Job erhalten haben, also in diesem Fall von unserem CUPS-Server (salvator). Es genügt nicht, den PaperCut Client auf dem Arbeitsplatz-Rechner gestartet zu haben. Er muss (z.B. via "ssh -X salvator papercut") auf salvator laufen, was wiederum nur Mitarbeitern gestattet ist. Alternativ kann man auf eigenen Rechnern die GITZ-Drucker so einrichten, dass Jobs direkt an die GITZ-Server geschickt werden. Dann kann man einen lokalen PaperCut Client installieren und benutzen.

Die Zuordnung existierender GITZ-Accounts als Mitarbeiter (zwecks Abrechnung über das Institut) können wir als DV-Koordinoren im IBR ggf. schnell vornehmen, sofern das noch nicht geschehen ist. Wenn dies geschehen ist, könnt Ihr im PaperCut Dialog zur Bestätigung eines Jobs angeben, wie dieser abgerechnet werden soll.

Achtung: An GITZ-Drucker abgesendete Jobs, die nicht die PaperCut-Dialoge zur Authentisierung und Bestätigung durchlaufen haben, wurden auch nicht gedruckt, auch wenn sie in den beteiligten CUPS-Servern als normal abgeschlossene Jobs erscheinen! Macht Euch nicht umsonst auf den Weg ins GITZ oder Altgebäude. :-) Andererseits sind abgeschickte und per PaperCut bestätigte Jobs nicht wie sonst üblich in der CUPS Queue des GITZ zu sehen, werden aber (hoffentlich) trotzdem gedruckt.

Ein paar Regeln zur Benutzung

Wer einen Druck-Job abschickt sollte ihn unbedingt im Auge behalten. Falls er nicht abgearbeitet werden kann (zu erkennen über lpq(1) oder die o.g. Webseite), sollte selbstständig das Problem behoben werden. Oft muss einfach nur Papier nachgelegt werden oder ein verklemmtes Blatt Papier vorsichtig beseitigt werden. Wenn die Behebung des Problems nicht selbstständig möglich ist (kritischer Papierstau, kein Papiervorrat im Raum, etc.), sollten die Admins benachrichtigt werden (<admin[[at]]ibr.cs.tu-bs.de> oder Room 114 oder Room 109), damit sich nicht nachfolgende Jobs unnötig lange aufstauen. Wenn ein Job noch in der Queue steht, aber doch nicht mehr benötigt wird, sollte er mit lprm(1) gelöscht werden. Vor allem sollte nicht bei einem Druckjob, der aus einem unbekannten Grund nicht zu dem gewünschten Ausdruck führt, noch ein Job hinterher geschickt werden.

FAQ

  • Unsupported character set "...".
    IPP-Requests sind ein Superset von HTTP und erlauben (theoretisch) verschiedene Character Sets. Der CUPS-Server akzeptiert jedoch nur UTF-8 oder US-ASCII. Wenn man auf Seiten des Clients aber z.B. ISO-8859-1 oder -15 verwendet, kommt es zu dieser Meldung. Es hilft z.B. LANG=C voranzustellen. Empfehlenswert wäre es, bei Zeiten grundlegend auf UTF-8 umzustellen.
  • Die Druck-Funktion meiner Applikation "hängt".
    Vermutlich erfordert das Abschicken des Druckjobs eine Authentisierung durch Username und Passwort, die interaktive Abfrage dieser Daten ist aber nicht möglich oder wird in einem verdeckten Fenster angezeigt. Wenn man z.B. unter Linux Firefox aus einer Shell gestartet hat, wird in dieser Shell dann nach dem Passwort gefragt. Abhilfe lässt sich z.B. durch Konfiguration des von der Applikation verwendeten Druckkommandos schaffen. Siehe obige Tipps von Björn.
  • Beim Drucken über Samba kommt nichts oder nicht das erwartete Ergebnis heraus.
    Dieses Problem sollte inzwischen (2009-08-24) behoben sein. Wenn es immer noch auftritt, bitte erneut bei Frank beschweren. :-)
  • Wie drucke ich aus Linux Mozilla Applikationen (Firefox, Thunderbird, iceweasel, ...)?
    Diese Applikationen bieten typischerweise die CUPS Drucker an, für die aber die normale CUPS-Bibliothek benutzt wird, was zur Folge hat, dass die Authentisierung auf der Kommandozeile stattfindet (also im besten Fall in der Shell, aus der die Applikation aufgerufen wurde). Einfacher ist es, den Drucker "PostScript/default" zu wählen und in dessen Properties das Kommando lpr durch kprinter zu ersetzen. Im Dialog von kprinter können dann Drucker ausgewählt und Optionen eingestellt werden.
  • Er druckt nicht!
    Geht nicht reicht nicht. Durch ein paar Maßnahmen lässt sich vielleicht etwas mehr herausfinden: Statt über den Druck-Dialog einer Applikation, kann man versuchen, per lpr(1)-Kommando zu drucken. Wenn's dann klappt, sollte man sich mit der Druck-Konfiguration der entsprechenden Applikation genauer auseinander setzen. Ein Blick in die Queue des CUPS-Servers und auf den Status des CUPS-Spoolings für den gewünschten Drucker kann auch Aufschlüsse geben.

Fotokopierer

Nachdem unser Fotokopierer nun endgültig defekt ist, haben wir derzeit nur noch das Multifunktionsgerät im Sekretariat. :-(

Multifunktionsdrucker (Duplex-Drucker mit Hefter, Scanner, Fax)

Im Sekretariat befindet sich ein LaserJet HP 4345xs MFP. Neben der gewöhnlichen Druckfunktion (Druckername: "rof"), die in der Regel dem Sekretariat und den Professoren vorbehalten bleiben soll, dient dieses Gerät auch als Fax und als Scanner für alle Mitarbeiter. Gescannte Dokumente kann das Gerät per EMail versenden oder in ein Samba Share (voreingestellt: \\samba\ibr\tmp bzw. /ibr/tmp) ablegen. Faxe können mit einem speziellen Treiber auch von Windows-Clients gesendet werden.

Die aktuellen Faxtreiber finden man durch eine Suche bei www.hp.com nach "LaserJet 4345 mfp". Ein paar Tipps zu Einstellungen, die nötig sind (oder auch nicht), mit denen es jedenfalls funktioniert finden sich unter intern/mfp-sendfax. Nicht zu vergessen, die "0" für die Amtsleitung vorzuwählen.


last changed 2010-11-17, 09:35 by Frank Steinberg Printable version
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