TU BRAUNSCHWEIG
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Informatikzentrum

Hinweise zur Durchführung von Studentischen Arbeiten

Autor Prof. Dr.-Ing. Lars Wolf
Schlüsselworte IBR Arbeit Thesis Theses Anfertigung Bachelorarbeit Projektarbeit Masterarbeit Studienarbeit Diplomarbeit

Ablauf

Nach der Abstimmung und Festlegung der Aufgabenstellung für die Arbeit wird diese schriftlich festgehalten und vom Studierenden* sowie den Betreuern am IBR (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Professor) unterschrieben. Die Aufgabenstellung wird in Form eines Exposés in Rücksprache mit dem Betreuer vom Studierenden angefertigt. Hierfür steht maximal eine Bearbeitungszeit von 4 Wochen zur Verfügung.

Studierende erhalten für die Durchführung ihrer Arbeit und die hierfür notwendige Kommunikation (u.a. mit dem Betreuer) einen Rechnerzugang am Institut.

Das Sekretariat leitet im Falle einer Bachelor- oder Masterarbeit die Anmeldung im Prüfungsamt ein und überwacht die Abgabefristen. Das Datum der Anmeldung und der Titel der Arbeit müssen mit der Aufgabenstellung übereinstimmen. Anmeldeformular und Aufgabenstellung müssen vom Studierenden, Betreuer und Professor spätestens am fünften Tag unterschrieben sein, damit sie fristgerecht das Prüfungsamt erreichen.

Von Abschlussarbeiten muss der Studierende zwei Exemplare der Ausarbeitung termingerecht im Prüfungsamt abgeben, d.h. innerhalb der durch die Prüfungsordnung vorgegebenen Bearbeitungsdauer von maximal drei bzw. vier Monaten (Bachelorarbeit) bzw. maximal sechs Monaten (Masterarbeit). In Ausnahmefällen, falls der Studierende die vorgegebene Bearbeitungszeit von vier bzw. sechs Monaten nicht einhalten kann, beispielweise wegen Krankheit oder vorab nicht absehbaren Komplikationen der Aufgabenstellung, muss ein begründeter Antrag auf Verlängerung an den Prüfungsausschussvorsitzenden gestellt werden. Der Antrag muss vorher von dem betreuenden Professor unterschrieben werden. Zuvor ist eine Abstimmung mit dem Betreuer notwendig.

Nach Abgabe der Arbeit beim Prüfungsamt wird dort der Eingang vermerkt. Per Hauspost wird sie dann dem Betreuer bzw. dem Sekretariat des IBR zugestellt. Falls für den Studierenden notwendig und aufgrund der bereits bekannten Arbeitsleistung möglich, so kann anschließend eine Bescheinigung zur Verfügung gestellt werden, die bestätigt, dass die Arbeit mindestens mit ausreichend bewertet wird (die Mindestvoraussetzungen also erfüllt wurden).

Das Gutachten über Bachelor- / Masterarbeit liegt üblicherweise nach 4 Wochen beim Prüfungsamt vor, so dass die Arbeit dann auch mit einer konkreten Note bewertet wurde.

Tipps und Tricks

Hilfreiche Tipps und Tricks für die Nutzung von Git, Erstellen von Code-Dokumentation oder für die ersten Schritte nach der Anmeldung bietet eine extra Seite.

Präsentation einer Bachelor-/Master-/Projektarbeit

Ein essentieller Bestandteil einer eigenen Arbeit ist die Präsentation des Vorhabens und der erzielten Ergebnisse. Dies geschieht durch

  1. die Erstellung von Übersichtsinformationen und
  2. das Halten von Vorträgen

über die Arbeit.

Zu einer Bachelor-/Master-/Projektarbeit wird hierfür vom Studierenden ein kurzer Foliensatz erarbeitet. Dieser zu Beginn der Arbeit, d.h. ca. innerhalb des ersten Drittels der Bearbeitungszeit, erstellte Vortrag soll einen Überblick über die bearbeitete Aufgabenstellung geben. In Absprache mit dem Betreuer wird der Vortrag über die IBR-Web-Server verfügbar gemacht.

Im Rahmen des entsprechenden Institutsseminars soll der Studierende seine Arbeit vorstellen. Hierzu muss zum Abschluss einer Arbeit ein Abschlussvortrag gehalten werden. Bei Masterarbeiten soll auch ein Zwischenvortrag nach 6 Wochen Bearbeitungszeit gehalten werden. Insgesamt gelten folgende Richtlinien:

  • Masterarbeitsabschlussvortrag: 25 Minuten
  • Masterarbeitszwischenvortrag: 15 Minuten
  • Projektarbeits-/Bachelorarbeitsvortrag: 20 Minuten

Studierende sollten auch an anderen Vorträgen im entsprechenden Institutsseminar teilnehmen. Dies erlaubt ihnen zum einen einen besseren Überblick über aktuelle Arbeitsthemen zu erhalten und hilft zum anderen bei der Vorbereitung und Präsentation des eigenen Vortrags.

Vorlagen für die Präsentationsfolien finden sich hier.

Schriftliche Ausarbeitung

Die schriftliche Ausarbeitung von studentischen Arbeiten erfolgt im Normalfall in deutscher Sprache nach der neuen Rechtschreibung. Eine englischsprachige Ausarbeitung ist ebenfalls möglich, bedarf aber einer frühzeitigen Absprache und die Zustimmung des Betreuers. Soweit angemessen sollte ein beidseitiger Ausdruck der Arbeit erfolgen. Die übliche Schriftgröße beträgt 11pt oder 12pt.

Layout / Form

Für die Ausarbeitung soll LaTeX benutzt werden, wofür weitere Informationen in dem Abschnitt "Abschlussarbeiten" auf der Seite "IBR-CM-Vorlagen" vorhanden sind. Grundsätzlich gilt dabei:

  • DIN A4 Papierformat
  • Ränder nicht unter 2 cm
  • Text im Blocksatz gesetzt
  • Kapitel nummeriert
  • Seitenzahlen auf jeder Seite
  • doppelseitiger Druck
  • keine Ringbindung

Gliederung

Die Ausarbeitung gliedert sich in folgende Teile:

  1. Titelblatt
  2. Erklärung über die selbstständige Anfertigung
  3. Kurzfassung
  4. Inhaltsverzeichnis
  5. Textkapitel der Arbeit
  6. Literaturverzeichnis
  7. Anhänge

Titelblatt

Das Titelblatt sollte folgende Angaben umfassen: Universität, Art der Arbeit, Titel der Arbeit (entweder auf Deutsch oder auf Englisch - nicht beides), Autor der Arbeit, für Aufgabenstellung und Betreuung der Arbeit verantwortliche Universitätsangehörige, Ort und Datum bei Abgabe.

Erklärung

Eine Erklärung mit folgendem Wortlaut und mit originaler Unterschrift ist unbedingt erforderlich:

Erklärung

Ich versichere hiermit, dass ich die vorliegende Bachelorarbeit/Projektarbeit/Masterarbeit selbstständig verfasst sowie alle benutzten Quellen und Hilfsmittel vollständig angegeben habe und dass die Arbeit nicht bereits als Prüfungsarbeit vorgelegen hat.

(Ort, Datum)(Unterschrift)

Kurzfassung

Auf maximal einer Seite ist eine kurze Beschreibung der Arbeit zu geben. Die Kurzfassung ist sowohl in deutsch als auch in englisch (Abstract) abzufassen.

Inhaltsverzeichnis

Im Inhaltsverzeichnis sind alle weiteren Teile der Arbeit (einschließlich Anhänge) mit Seitenangaben aufzuführen. Darüberhinaus können Tabellen- und Abbildungsverzeichnisse sinnvoll sein.

Aufbau der Textkapitel

Während die ersten Seiten der Arbeit römisch nummeriert werden, sind die Seiten der Textkapitel bei 1 beginnend arabisch zu nummerieren. Der Aufbau des Dokumentes hängt stark von der Aufgabenstellung ab. In der Regel beginnt die Arbeit mit einer Einleitung, die die Problemstellung dokumentiert, den Ansatz der Arbeit motiviert und umreißt und einen überblick die restlichen Kapitel gibt. Die Kernkapitel umfassen oftmals zunächst notwendige Basisinformationen und anschließend den Entwurf, die Realisierung und eine Evaluierung des entwickelten Konzeptes. Ein abschließendes Kapitel enthält meist eine Zusammenfassung und einen Ausblick auf mögliche weiterführende Arbeiten. Dies alles muss aber nicht so sein und sollte selbstverständlich mit dem Betreuer der Arbeit abgestimmt werden.

Verwandte Arbeiten

Bei den meisten Arbeiten ist es notwendig, zu Beginn und während der Arbeit nach bereits veröffentlichten Arbeiten zu suchen, die das gleiche Thema behandeln oder das bearbeitete Thema berühren. Bei der Suche dieser Arbeiten können die hier angegebenen Links sehr hilfreich sein.

Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis umfasst alle referenzierten Dokumente (Bücher, Zeitschriftenartikel, beständige WWW-Ressourcen, etc.). Jeder Eintrag ist mit einer Identifikation (z.B. einer fortlaufenden Nummer) zu versehen, die bei mindestens der ersten Referenzierung innerhalb der Ausarbeitung in eckigen Klammern angegeben wird. Es werden keine Dokumente aufgeführt, die nicht referenziert werden. Bei Verwendung von LaTeX kann zur Verwaltung von Literaturverzeichnissen BibTeX eine große Hilfe sein.

Dokumentation

Zusätzlich zur schriftlichen Ausarbeitung sind eine Programmdokumentation und ein Benutzerhandbuch erforderlich. Wesentliche Teile der Programmdokumentation (z.B. Grobschema) sollten sich in der schriftlichen Ausarbeitung wiederfinden. Spezielle Detaildokumentationen können im Anhang der Arbeit untergebracht werden.

Benutzerhandbücher müssen in sich abgeschlossen sein. Das Format und die Wirkung aller Anweisungen (einschließlich Fehlerausgänge) sind vollständig zu beschreiben. Es wird empfohlen, Benutzerbeschreibungen zum besseren Verständnis mit Beispielen und einer Einleitung (für den Benutzer des Programms, nicht für den Leser der Bachelor-, Master-, Projektarbeit!) zu versehen. Soweit die verwendete Programmierumgebung über Standardwerkzeuge für die Online-Dokumentation verfügt, ist das Handbuch in dem entsprechenden Format zu erstellen (z.B. als UNIX man pages).

Die Dokumentation eines entwickelten Objektes (Konzept, Hardware, Software, ...) muss so beschaffen sein, dass alle Wartungsarbeiten (Fehlersuche, Programmerweiterungen, Portierungen, etc.) hinreichend schnell durchgeführt werden können. Dazu können beispielsweise UML Diagramme (Use Cases, Klassendiagramme, Sequenzdiagramme, ...) hilfreich sein. Auch Programmtexte sind angemessen zu dokumentieren, ggf. mit Werkzeugen wie JavaDoc oder Doxygen.

Entwickelte Software ist mit einer ausführlichen Programmdokumentation (Einführung, Installationshinweise, vollständiges Handbuch zur Benutzung; mit Beispielen und Beschreibungen möglicher Fehler, etc.) als CD-ROM oder DVD der Arbeit beizufügen und in Absprache mit dem Betreuer in einer geeigneten Form auf dem WWW/FTP-Server des Instituts bereitzustellen. Sofern die verwendete Plattform über ein Online-Dokumentationssystem verfügt, bietet es sich an, dieses zu nutzen, z.B. UNIX man pages oder im TeXinfo Format. Die schriftliche Ausarbeitung ist lediglich mit einer Anleitung zum Bezug und zum Entpacken der Software zu versehen. Umfangreiche Handbücher, JavaDoc-Ausgaben oder komplette Programmlistings gehören hingegen in der Regel nicht in den gedruckten Teil der Arbeit.

Abgabe der Arbeit

Die schriftliche Ausarbeitungen von studentischen Arbeiten werden fest gebunden (keine Ringbindung).

Studien- bzw. Projektarbeiten werden mit mindestens zwei Exemplaren beim Betreuer abgegeben. Mit dem Betreuer der Arbeit muss rechtzeitig vorher abgesprochen werden, ob weitere Exemplare abzugeben sind (bspw. für weitere Projektmitglieder). Entspricht die Arbeit den Anforderungen, so kann der Schein anschließend im Sekretariat abgeholt werden.

Abschlussarbeiten werden in zweifacher Ausfertigung im Prüfungsamt abgegeben. Mit dem Betreuer der Arbeit muss rechtzeitig vorher abgesprochen werden, ob weitere Exemplare abzugeben sind (üblicherweise eines für den Betreuer sowie eventuell weitere für andere Projektmitglieder). Ein Exemplar der Arbeit wird üblicherweise in den Bestand der Institutsbibliothek aufgenommen. Das unterschriebene Exposé ist zusammen mit den Ausarbeitungen im Prüfungsamt abzugeben. Es wird dabei lose in eins der Exemplare eingelegt.

Zusätzlich zu den ausgedruckten Versionen der Arbeit wird die Dokumentquelle (LaTeX, Word, OpenOffice, ...) und eine druckbare Fassung (als Postscript- oder PDF-Datei) dem Institut elektronisch zur Verfügung gestellt (bspw. per CD-ROM oder DVD) und in Absprache mit dem Betreuer in einer geeigneten Form auf dem WWW/FTP-Server des Instituts gestellt. Ebenso erhält das IBR die über die Arbeit erstellten Vortragsunterlagen und Web-Seiten.



* Hinweis: Aus Gründen des Leseflusses und der Übersichtlichkeit wird im Text auf die weibliche Form verzichtet. Die Verwendung der männlichen Bezeichnungen schließt somit auch die weiblichen mit ein.


aktualisiert am 25.11.2015, 18:14 von Prof. Dr.-Ing. Lars Wolf
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