TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Seminar Kommunikation und Multimedia: "Advanced Topics in Future Internet Technologies"

Modulnr.INF-STD-12, ET-STD-05
Veranst.Nr.INF-KM-024
Studieng.Diplom Elektrotechnik, Diplom Informatik, Diplom Informations-Systemtechnik, Diplom Wirtschaftsinformatik, Lehramt Informatik, Master Computational Sciences in Engineering, Master Elektrotechnik, Master Informatik, Master Informations-Systemtechnik, Master Mobilität und Verkehr, Master Wirtschaftsinformatik
IBR Gruppe(n)CM (Prof. Wolf)
ArtSeminar
Dozent
PhotoProf. Dr.-Ing. Lars Wolf
Institutsleiter
wolf[[at]]ibr.cs.tu-bs.de
+49 531 3913288
Raum 138
Assistenten
PhotoDr. Michael Doering
Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter
mdoering[[at]]ibr.cs.tu-bs.de
PhotoDr. Jens Brandt
Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter
brandt[[at]]ibr.cs.tu-bs.de
LP4
SWS0+2
ScheinerwerbSchriftliche Ausarbeitung und erfolgreicher Seminarvortrag. Die Note wird abhängig von der aktiven Teilnahme am Seminar sowie der Qualität des Vortrages und der Ausarbeitung bestimmt.
Anmeldung

Eine Anmeldung ist mittlerweile nicht mehr möglich, da bereits alle Plätze des Seminars vergeben sind.

Eine Anmeldung zu den Einzelthemen ist nicht möglich. Die Vorstellung und Vergabe der Einzelthemen findet am 04.04.2011 um 17 Uhr im (IBR-Seminarraum) statt.

Inhalt

Überblick

Das Internet ist inzwischen mehr als 40 Jahre alt, gestartet als ein Forschungsprojekt der DARPA in den USA. Die Internet-Technologie wie sie heute eingesetzt wird, geht zu einem größeren Teil auf Vorschläge zurück, die im Laufe der letzten Jahrzehnte erarbeitet wurden. In dieser Zeit sind verschiedene Ergänzungen und Erweiterungen vorgenommen worden, etliche Grundkonzepte sind aber bereits seit vielen Jahren im Einsatz. Durch die immense Nutzung des Internets für immer neue Anwendungen und den dementsprechend auch neuartigen Anforderungen, erscheint die Struktur und Technologie des Internets an einigen Stellen nicht mehr günstig zu sein. Dies beinhaltet Fragen wie naming/addressing, routing, mobility, security, resilience, performance, management, ...

Daher befassen sich weltweit verschiedene Forschungsprojekte damit, wie bessere Konzepte und ein zukünftiges Internet aussehen könnten. Die Vorschläge reichen dabei von inkrementellen Veränderungen bis zu komplett neuen Architekturen ("Clean Slate"). Dazu gehören Initiativen wie bspw. FIND und GENI in den USA, FIRE in Europa, G-Lab in Deutschland und entsprechende Forschungsinitiativen in China, Korea und Japan.

In diesem Seminar sollen entsprechende Forschungsfragen und Projekte vorgestellt und diskutiert werden.

Einzelthemen

NrThemaBetreuer
M1Overlay Netze als Grundlage zukünftiger Technologien im 'neuen' InternetDr. Michael Doering

Overlays bilden eine zusätzliche, von der Infrastruktur unabhängige Abstraktionsebene zwischen den Endgeräten am Netzrand. In dieser Arbeit werden die Vor- und Nachteile sowie verschiedene Ansätze zu Overlays dargestellt und bewertet.

M2Multipath TCP als GeschäftsmodellDr. Johannes Morgenroth

Multipath TCP (MPTCP) ist ein Mechanismus zur Aufteilung eines Datenstroms über mehrere Netzpfade. Neben einer zuverlässigen Datenauslieferung bietet das Protokoll verbesserte Ausfallsicherheit, höheren Durchsatz und dauerhafte Verbindungen.

In zukünftigen Netzen wird diese Art der Mehrwegenutzung eine entscheidende Rolle spielen. Daher soll sich diese Arbeit damit beschäftigen, wie Geschäftsmodelle für einen derartigen Dienst gestaltet werden können und welche Vorteile für Endbenutzer als auch Internetanbieter dabei entstehen.

M3Clean Slate - Wenn wir das Internet noch einmal erfinden würden...Dr. Michael Doering

Nicht alles, was man zum ersten Mal macht, macht man auch richtig. Gerade bei der Entwicklung des Internets - bei der man nach dem damaligen Stand der Technik alles richtig machte - musste im Laufe der Zeit durch veränderte Anforderungen und Erwartungen aus heutiger Sicht die eine oder andere "hässliche Hack" implementiert werden. Diese Seminararbeit befasst sich mit der Identifikation der Designschwächen des heutigen Internets und der Frage, was man heute alles besser machen würde. Insbesondere soll dabei die Staukontrolle in TCP und die Verbesserungen im Rate Control Protocol vorgestellt werden. Weitere Beispiele für "Probleme" des heutigen Internets sollen vom Seminarteilnehmer nach eigenem Interesse gewählt und vorgestellt werden.

M4OpenFlow: Enabling Research in your Production NetworkDr. Wolf-Bastian Pöttner

Das heutige "Internet" wie wir es kennen basiert im Wesentlichen auf Techniken, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt wurden. Anforderungen ändern sich jedoch über die Zeit und so leben wir heute mit vielen Krücken.

Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit OpenFlow und darauf aufbauenden und basierenden Arbeiten. OpenFlow ist ein Projekt, welches Forschern die Möglichkeit geben soll, den Paketfluss im Netzwerk nach eigenen Kriterien anzupassen. Dazu werden Router, Switches und WLAN APs von einem externen Controller gesteuert und ermöglichen so neue Funktionalitäten.

Diese Seminararbeit soll einen Überblick über die Funktionsweise, Hintergründe und Beschränkungen von OpenFlow geben. Weiterhin soll mindestens eine auf OpenFlow basierende Forschungsrichtung näher beleuchtet werden. Beispielhaft sei hier die Verschmelzung von Paket- und Leitungsvermittelnden Netzen genannt.

M5Future Internet - Visionen und ForschungDr. Johannes Morgenroth

Unter dem Schlagwort "Future Internet" wird eine vielzahl von Technologie-Visionen zusammengefasst, die in einer zukünftigen Generation des Internets denkbar sind. Dazu haben sich verschiedene Forschungsgruppen gebildet, um zu überlegen wie das Internet von übermorgen aussehen kann.

Ziel dieser Arbeit soll es sein, einen Überblick von einen Auszug derzeitiger Forschungsrichtungen zu geben. Dabei sollen die daran beteiligten Institutionen und eventuelle Förderrichtlinien hervorgehoben werden. Weiterhin sollen ausgewählte Projekte kurz vorgestellt werden.

M6Netzneutralität im "Future" InternetDr. Sebastian Schildt
Lange Zeit war "Netzneutralität" ein ungeschriebenes Gesetz im Internet: Internetzugangsanbeiter waren neutral bei der Übermittlung der Datenpakete, und haben alle Daten unabhängig von Inhalt oder Herkunft gleich behandelt. Mit der zunehmenden Kommerzialiseurng des Internets sowie der Verflechtung von Content Anbietern und Zugangsprovidern aht hier Begehrlichkeiten entwickelt: Sollte Youtube nicht mehr bezahlen, da es sehr hohen Traffic erzeugt? Kann ich als Netzbetrieber verlangen das Google mir Geld bezahlt, wenn ich im Gegensatz seine Servicequlität steigere (die Pakete priorisiere). In dieser Arbeit sollen Pro- und Contra Argumente zur Netzneutralität gegenüber gestellt werden, sowie bereits exisitierende Regelungen hierzu dargestellt werden.

Ablauf

Auch in diesem Semester wird es wieder eine gegenseitige Begutachtung der Ausarbeitungen durch die Teilnehmer des Seminars geben. Das bedeutet, dass jeder Teilnehmer nach der Abgabe der finalen Version seiner Ausarbeitung zwei Ausarbeitungen anderer Teilnehmer erhält, zu denen er ein kleines Gutachten (Review) schreiben muss. Dieses Review soll sowohl positive als auch negative Kritik enthalten und dazu beitragen, dass die Ausarbeitung weiter verbessert wird. Für die Erstellung der Reviews wird es eine entsprechende Vorlage geben, die ausgefüllt werden muss.

Hinweise

Die Ausarbeitungen ist als PDF abzuliefern. Der Umfang der Ausarbeitungen muss dabei 12 bis 15 Seiten umfassen, für den Vortrag selbst sind minimal 18, maximal 22 min. angesetzt. Jeder Teilnehmer des Seminars erhält Basisliteratur zu seinem jeweiligen Thema. Darüber hinaus sollte jeder Teilnehmer zusätzlich eine selbständig Recherche, z.B. im Internet durchführen. Die Betreuer stehen hierbei jederzeit gerne hilfreich zur Seite.

Aufgrund entsprechender Erfahrungen soll auch noch auf die Selbstverständlichkeit hingewiesen werden, dass die Ausarbeitung in eigenen Worten erfolgen muss und das durch den elektronischen Bezug von Literatur verleitete Copy&Paste von Textpassagen ein Vergehen gegen die Prüfungsordnung darstellt.

Eine LaTeX-Vorlage für die Ausarbeitung ist hier zu finden, ebenso wie ein Beispiel einer Ausarbeitung im PDF-Format.

Weitere Hinweise für die Gestaltung der Ausarbeitung finden sich auf den Webseiten des IBR.

Als Präsentationsvorlage kann dieses PowerPoint-Template (PPT) bzw. PowerPoint-Template (PPTX)oder dieses OpenOffice-Template verwendet werden.

Selbstverständlich existiert auch eine Vorlage für Latex, basierend auf Beamer: Beamer Beispiel mit TU-Logo [PDF].

Jeder Seminarteilnehmer bekommt auf Wunsch einen Account für die Rechner des Instituts.

Termin(e)
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DatumBeschreibung
04.04.2011, 17:00 UhrTreffen zur Vergabe der Einzelthemen (IZ Raum 105)
18.04.2011, 16:00 UhrAbgabe einer ersten Gliederung
09.05.2011, 16:00 UhrAbgabe der ersten vollständigen Ausarbeitung
23.05.2011, 12:00 UhrAbgabe der vollständigen Ausarbeitung
23.05.2011, 17:00 UhrAusgabe Ausarbeitung für die Reviews an die Teilnehmer
06.06.2011, 12:00 UhrAbgabe der Reviews durch die Teilnehmer
06.06.2011, 17:00 UhrAusgabe der Reviews an die Teilnehmer
27.06.2011, 16:00 UhrAbgabe der finalen Ausarbeitung
06.07.2011, 16:00 UhrAbgabe einer ersten Version der Folien
14.07.2011, 12:00 UhrAbgabe der finalen Folien
15.07.2011, 09:00 UhrBlockveranstaltung mit Vorträgen (IZ Raum 105)
Literatur/Links

Im World-Wide-Web gibt es verschiedene Hinweise zur Gestaltung von Seminarvorträgen. Als besonders beachtenswert gilt:

Für die Literaturrecherche könnten diese Links hilfreich sein:

Hier noch ein paar Tipps+Tricks zu (La)TeX

Die Folien der Themenvergabe sind hier als PDF-Dokument zu finden.


aktualisiert am 05.04.2011, 09:29 von Dr. Jens Brandt
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