TU BRAUNSCHWEIG
| Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät | Informatik
Informatikzentrum

Seminar Kommunikation und Multimedia: "Techniken für Netze mit sporadischen Kommunikationsverbindungen"

Modulnr.INF-STD-12, ET-STD-05
Veranst.Nr.INF-KM-024
Studieng.Diplom Informatik, Master Informatik
IBR Gruppe(n)CM (Prof. Wolf)
ArtSeminar
Dozent
PhotoProf. Dr.-Ing. Lars Wolf
Institutsleiter
wolf[[at]]ibr.cs.tu-bs.de
+49 531 3913288
Raum 138
Assistenten
PhotoDr. Sven Lahde
Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter
lahde[[at]]ibr.cs.tu-bs.de
PhotoDr. Jens Brandt
Ehemaliger Wissenschaftlicher Mitarbeiter
brandt[[at]]ibr.cs.tu-bs.de
LP4
SWS0+2
ScheinerwerbSchriftliche Ausarbeitung und erfolgreicher Seminarvortrag. Die Note wird abhängig von der aktiven Teilnahme am Seminar sowie der Qualität des Vortrages und der Ausarbeitung bestimmt.
Anmeldung
Die Online-Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.
Eine nachträgliche Anmeldung ist nur sehr begrenzt möglich. Bei Interesse bitte per Mail an Dr. Jens Brandt.
Inhalt

Überblick

Nicht immer ist es möglich eine ständige Ende-zu-Ende Verbindung zwischen zwei Kommunikationsteilnehmern aufrecht zu erhalten. Insbesondere, wenn die individuelle Mobilität der Teilnehmer sehr hoch ist, ändert sich die Topologie des Netzes sehr schnell. In anderen Szenarien mag ein solches Verhalten sogar gewünscht sein, wenn z.B. der Aufbau und Betrieb eines flächendeckenden Infrastrukturnetzes zu kostenintensiv ist. Heutige Protokolle können mit einem solchen Verhalten nur sehr schwer umgehen. Im Rahmen dieses Seminars sollen verschiedene Ansätze betrachtet werden, die mit solchen Situationen und Anforderungen umgehen können.

Einzelthemen

NrThemaBetreuer
1Delay Tolerant Networking (DTN) Dr. Jens Brandt
Die Delay Tolerant Networking Architektur (http://www.dtnrg.org/) wurde entwickelt, um eine Kommunikation auch dann zu ermöglichen, wenn keine ständige Ende-zu-Ende Verbindung zwischen den Kommunikationspartnern vorhanden ist. Deren Aufbau und grundlegendes Funktionsprinzip sollen im Rahmen dieses Seminarthemas dargestellt werden.
2Ansätze für den Transport von Daten in DTNs (Die DTN Konvergenzschicht) Dr. Jens Brandt
In der DTN Architektur ist eine so genannte Konvergenzschicht vorgesehen, die den Transport der Nachrichten (so genannter Datenbündel). Die Konvergenzschicht stellt damit eine einheitliche Schnittstelle zur Verfügung, die es ermöglicht je nach Anwendungsgebiet ganz unterschiedliche Protokolle für den eigentlichen Datentransport zu nutzen. Diese Seminararbeit soll verschiedene Ansätze für unterschiedliche Anwendungsszenarien (z.B. TCP/IP, FLUTE, ...) vorstellen.
3Wegewahlverfahren für DTNs: Multi-Objective Robotic Assistance (MORA)Dr. Michael Doering
Bei diesem Ansatz werden "autonome Agenten" als zusätzliche DTN-Knoten in das Netzwerk eingebracht. Diese Agenten optimieren dann z.B. den Durchsatz indem sie ihre Position bzw. Bewegung intelligent anpassen und so topologiebedingte Engpässe vermeiden. In der Seminararbeit sollen die Funktionsweise sowie die Stärken und Schwächen dieses Routingverfahrens vorgestellt werden.
4Wegewahlverfahren für DTNs: Probabilistic Routing Protocol (PRoPHET)Dr. Michael Doering
Das Routing mit PRoPHET basiert auf der Bestimmung der Wahrscheinlichkeit mit der sich bestimmte Knoten in der Zukunft treffen werden. In der Seminararbeit sollen die Funktionsweise sowie die Stärken und Schwächen dieses Routingverfahrens vorgestellt werden.
5Wegewahlverfahren für DTNs: Delay Tolerant Link State Routing (DTLSR)Dr. Torsten Klie
DTLSR basiert auf dem etablierten Link State Routing. Durch spezialisierte Erweiterungen wurde das Verfahren insbesondere an DTNs mit geringer Dynamik angepasst und soll in Ländern mit gering entwickelter Infrastruktur zum Einsatz kommen. In der Seminararbeit sollen die Funktionsweise sowie die Stärken und Schwächen dieses Routingverfahrens vorgestellt werden.
6Wegewahlverfahren für DTNs: History Based Routing Protocol for Opportunistic Networks (HiBOp)Dr. Sven Lahde
Dieser Ansatz setzt auf Kontextinformationen über die DTN-Knoten. Ziel ist die Erhöhung der Wahrscheinlichkeit eine bestimme Ressource nutzen zu können. Wird zu einem Knoten (z.B. ein Mobiltelefon) beispielsweise der Wohnort des Eigentümers hinterlegt, so kann man im allgemeinen davon ausgehen, dass sich der Knoten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit zu diesem Ort bewegen wird. In der Seminararbeit sollen die Funktionsweise sowie die Stärken und Schwächen dieses Routingverfahrens vorgestellt werden.
7Nutzung bekannter Anwendungen über Delay Tolerant Networks Dr. Sven Lahde
In dieser Arbeit soll anhand konkreter Beispiele (z.B. E-Mail) die Verwendung bekannter Anwendungen in DTNs beleuchtet werden. Neben den technischen Herausforderungen soll auch die Alltagstauglichkeit solcher Anwendungen beurteilt und untersucht werden.
8Sicherheit in DTNs Dr. Oliver Wellnitz
Auch in DTNs sind verschiedene Angriffe auf die Kommunikation zwischen den einzelnen Teilnehmern möglich. Im Gegensatz zur klassischen Ende-zu-Ende Kommunikation kommt hier aber erschwerend hinzu, dass die der Datenaustausch immer nur sporadisch erfolgt. Im Rahmen dieses Seminarthemas sollen mögliche Angriffsszenarien und Ansätze zur Erhöhung der Sicherheit in DTNs vorgestellt werden.
9Kommunikation unter WasserKai Homeier
Neben der klassischen Kommunikation an Land wird auch die Kommunikation im Wasser ein immer bedeutenderes Forschungsthema. So sollen Sensornetze genutzt werden, um verschiedene Umwelteinflüsse in den Meeren zu überwachen oder vor Flutwellen zu warnen. Ziel dieses Seminarthemas ist es einen Überblick über verschiedene Techniken zur Unterwasserkommunikation zu geben.
10Interplanetare KommunikationDr. Felix Büsching
Mit fortschreitender Erkundung des Weltraums wird auch das Thema der Interplanetaren Kommunikation enorm wichtig. Die Herausforderungen auf diesem Gebiet liegen insbesondere in den hohen Übertragungsverzögerungen. Zudem verändern die Planeten ständig ihre relative Position zueinander, so dass evtl. nicht ständig eine Ende-zu-Ende Verbindung besteht. Diese Arbeit soll die Herausforderungen und mögliche Lösungen für interplanetare Kommunikation aufzeigen.

Ablauf

Auch in diesem Semester wird es wieder eine gegenseitige Begutachtung der Ausarbeitungen durch die Teilnehmer des Seminars geben. Das bedeutet, dass jeder Teilnehmer nach der Abgabe der finalen Version seiner Ausarbeitung zwei Ausarbeitungen anderer Teilnehmer erhält, zu denen er ein kleines Gutachten (Review) schreiben muss. Dieses Review soll sowohl positive als auch negative Kritik enthalten und dazu beitragen, dass die Ausarbeitung weiter verbessert wird. Für die Erstellung der Reviews wird es eine entsprechende Vorlage geben, die ausgefüllt werden muss.

Hinweise

Die Ausarbeitungen ist als PDF abzuliefern. Der Umfang der Ausarbeitungen sollte dabei 12 bis 15 Seiten umfassen, für den Vortrag selbst sind minimal 20, maximal 25 min. angesetzt. Jeder Teilnehmer des Seminars erhält Basisliteratur zu seinem jeweiligen Thema. Darüber hinaus sollte jeder Teilnehmer zusätzlich eine selbständig Recherche, z.B. im Internet durchführen. Die Betreuer stehen hierbei jederzeit gerne hilfreich zur Seite.

Aufgrund entsprechender Erfahrungen soll auch noch auf die Selbstverständlichkeit hingewiesen werden, dass die Ausarbeitung in eigenen Worten erfolgen muss und das durch den elektronischen Bezug von Literatur verleitete Copy&Paste von Textpassagen ein Vergehen gegen die Prüfungsordnung darstellt.

Eine LaTeX-Vorlage für die Ausarbeitung ist hier zu finden, ebenso wie ein Beispiel einer Ausarbeitung im PDF-Format.

Hinweise für die Gestaltung der Ausarbeitung finden sich auf den Webseiten des IBR.

Als Präsentationsvorlage kann dieses PowerPoint-Template oder diese OpenOffice-Vorlage verwendet werden. Bei Verwendung anderer Präsentationswerkzeuge kann das bestehende Design gerne übernommen werden (pdf-Ansicht).

Selbstverständlich existiert auch eine Vorlage für Latex, basierend auf Beamer: Beamer Beispiel mit TU-Logo[PDF] - Im Acrobat Reader unter Linux sieht das Blau aufgrund des Logos mit transparentem Hintergrund leider etwas kreischend aus. Dieser Anzeigefehler tritt aber nur im Acrobat unter Linux auf.

Jeder Seminarteilnehmer bekommt auf Wunsch einen Account für die Rechner des Instituts.

Termin(e)
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DatumBeschreibung
07.04.2008, 17:00 UhrTreffen zur Vergabe der Einzelthemen (IZ Raum 105)
24.04.2008Abgabe einer ersten Gliederung
23.05.2008Abgabe der ersten vollständigen Ausarbeitung
10.06.2008, 12:00 UhrAbgabe der vollständigen Ausarbeitung
10.06.2008, 17:00 UhrAusgabe Ausarbeitung für die Reviews an die Teilnehmer
18.06.2008, 12:00 UhrAbgabe der Reviews durch die Teilnehmer
18.06.2008, 17:00 UhrAusgabe der Reviews an die Teilnehmer
25.06.2008Abgabe der finalen Ausarbeitung
07.07.2008Abgabe einer ersten Version der Folien
17.07.2008Abgabe der finalen Folien
18.07.2008, 09:00 UhrBlockveranstaltung mit Vorträgen (IZ Raum 161)
Literatur/Links

Als einleitende Literatur bietet sich dieses Tutorial zu DTNs an.

Im World-Wide-Web gibt es verschiedene Hinweise zur Gestaltung von Seminarvorträgen. Als besonders beachtenswert gilt:

Für die Literaturrecherche könnten diese Links hilfreich sein:

Hier noch ein paar Tipps+Tricks zu (La)TeX

Die Folien der Themenvergabe am 07.04.2008 sind hier als PDF-Dokument zu finden.

Evaluation

Die Ergebnisse der Lehrevaluation sind hier als PDF-Dokument zu finden.


aktualisiert am 11.08.2008, 16:46 von Dr. Jens Brandt
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